Kreuzberg-Code

Als der ehemalige Polizist und desillusionierte Detektiv Maurice Jaeger einen Fall übernimmt,
ahnt er noch nicht, auf welchen Abgrund er sich bald zubewegen wird.
Ein schwarzer ehemaliger Marathonläufer wird in der Hasenheide ermordet aufgefunden.
Die Berliner Polizei hat einen Streetworker aus Kreuzberg im Verdacht.

Jaegers Ermittlungen führen ihn in eine wüste Szene skrupelloser Verbrecher und dunkler Gestalten,
die sich Gier ganz oben auf die Tagesordnung gesetzt haben …

Alfred W. Schwarzmüller

Kreuzberg-Code

Kriminalroman

ca. 272 Seiten

ISBN 978-3-95451-302-4

erscheint im Februar

Euro 10,90 [D] ,

 

 

 

und hier noch eine Kritik aus dem Tagesspiegel vom 7.5.2013:

 

Krimi-Lesetipp Der Kreuzberg-Code

von

Was zunächst wie eine messergestützte Auseinandersetzung zwischen Kreuzberger Dealern aussieht,
entwickelt sich zu einem komplizierten Schwerverbrechen mit linksradikalen Hintergrund.
Unser Autor hat in den Kriminalroman “Kreuzberg-Code” reingelesen.

Sozial-Berlin, dieses staatlich finanzierte Biotop der kleinen Vereine, Dienstleister und Lebenshelfer, ist spätestens seit dem Politskandal
um die Treberhilfe und ihren Maserati-fahrenden Ex-Chef bestens geeignete Krimi-Szenerie.
Alfred W. Schwarzmüller hat in diese Kulisse den früheren Polizisten und jetzigen Privatermittler Maurice Jäger gestellt.
Der fährt einen alten Alfa Romeo – wenn ihm nicht das Geld für Benzin fehlt – und soll einen Mord klären. Auftraggeber:
der „Verein für ein freies, friedliches und gerechtes Kreuzberg“ – ein Name, den man in Kreuzberg gut so finden könnte.
Was erst aussieht wie eine messergestützte Auseinandersetzung zwischen Dealern, erweist sich als kompliziertes Schwer-
verbrechen mit linksradikalem Hintergrund
– und es spricht sehr für Schwarzmüller, dass er Kreuzberg und die linke Geschichte mit Ironie und Zuneigung zu diesem
Halb-Bezirk und seinen prototypischen, von irgendeinem Idealismus beseelten Bewohnern in Szene setzt.

Alles stimmt an dieser Geschichte, die von der Demenzabteilung des Urban-Krankenhauses bis in die Bunkeranlagen unter dem Tempelhofer Flughafen führt.

Das Kolorit und der Hauptakteur lassen erkennen, dass Autor Schwarzmüller sein Kreuzberg kennt, dass er es mag
– und dass er gern, ambitioniert und mit Sinn für die Hardcore-Autoren des Genres, James Ellroy zum Beispiel,
darüber schreibt. Und wie das früher so üblich war, wenn Macho-Detektive mit interessanten Frauen zu tun hatten,
lernt man auch noch ein paar neue schlimme Wörter.

 

Kreuzberg-Code. Krimi. Emons Verlag, Köln. 272 Seiten, 10,90 Euro.

 

Dieser Artikel erscheint im Kreuzberg Blog, dem hyperlokalen Online-Magazin des Tagesspiegels.